Ratgeber · Kauf

Elektroauto kaufen in der Schweiz: die Entscheidung in fünf Schritten

Wer ein Elektroauto kaufen will, entscheidet in einer anderen Reihenfolge als beim Benziner. Am Anfang steht die Frage, wo das Auto geladen wird, und erst danach das Modell. Dieser Beitrag geht fünf Schritte durch, von der Ladesituation bis zur Batterie, und nennt zu jedem die Seite von wattradar, auf der die Rechnung offenliegt.

Schritt 1: Wo du lädst

Die Ladesituation bestimmt die Betriebskosten stärker als die Modellwahl. Bei 12’000 Kilometern im Jahr und 18 kWh Verbrauch je 100 Kilometer kostet der Strom zu Hause CHF 555 im Jahr (amtlicher Haushaltstarif, Profil H5, netto, plus Mehrwertsteuer). Wer ausschliesslich an Schnellladern lädt, zahlt CHF 1’631. Ein gleich grosser Benziner mit 6,8 Litern je 100 Kilometer kostet bei Bleifrei 95 zu CHF 2.14 im selben Jahr CHF 1’746 Treibstoff. Die Herleitung steht im Beitrag über das E-Auto ohne eigene Wallbox.

Auch beim reinen Schnellladen bleiben gegenüber dem Benziner CHF 115 im Jahr. Wer zur Miete oder im Stockwerkeigentum wohnt, klärt vor dem Kauf mit der Verwaltung, ob ein Anschluss möglich ist; Leitfäden dafür haben Swiss eMobility, HEV und SVIT unter built2charge erarbeitet. Öffentliche Ladestandorte, Preise und Abdeckung zeigt der Reiter Laden.

Schritt 2: Was das Auto über die Haltedauer kostet

Der Kaufpreis ist ein Posten unter mehreren. Dazu kommen Energie, Verkehrssteuer, Versicherung, Reifen und der Wertverlust. Die Verkehrssteuer erheben die Kantone, und sie fällt für Elektroautos sehr unterschiedlich aus; einen Überblick gibt der Beitrag zur Verkehrssteuer. Der Reiter Gesamtkosten rechnet alle Posten über die Haltedauer, mit deinen Kilometern und offenem Rechenweg. Wer zwischen Kauf, Leasing und Miete schwankt, findet die Gegenüberstellung im Reiter Leasing oder Miete.

Schritt 3: Neu oder Occasion

Beim Gebrauchten rückt die Batterie in den Mittelpunkt, weil sie das teuerste Teil ist und sich von aussen nicht beurteilen lässt. Der Reiter Occasion oder neu rechnet Wertverlust, Batteriezustand und Restwert gegeneinander. Für den Zustand gibt es unabhängige Prüfungen; EnergieSchweiz führt unter dem Titel Batteriezertifikat für E-Occasionen eine Massnahme der Roadmap Elektromobilität. Welche Tests es gibt und was sie kosten, steht im Beitrag zum Batteriecheck.

Occasionen kommen in der Schweiz auch aus dem Ausland. Wie viele und welche, beschreibt der Beitrag über Gebrauchtimporte. Wie sich der Wert je nach Kaufzeitpunkt entwickelt, rechnet der Beitrag zum Wertverlust.

Schritt 4: Welches Modell

Welche Elektroautos in der Schweiz verbreitet sind, zeigt der Modell-Radar mit den Zulassungen je Modell und Marke. Die Zulassungszahl sagt, was andere gekauft haben. Ob ein Modell zu deiner Fahrstrecke und deinem Stellplatz passt, entscheidet sie nicht. Bei Verbrauch und Reichweite lohnt ein zweiter Blick: Im Datenblatt des ASTRA hat ein Modell oft Dutzende Varianten mit streuenden Werten, und die Zahl im Prospekt gilt für eine davon.

Schritt 5: Batterie und Garantie

Die Garantie legt fest, ab wann ein Batterieverlust als Mangel gilt. Wir haben die Bedingungen der Importeure für die fünfzehn grössten Marken im Steckermarkt nachgelesen. Zehn der fünfzehn nennen acht Jahre oder 160’000 Kilometer, je nachdem was zuerst eintritt, und eine garantierte Restkapazität von 70 Prozent. Bei den übrigen weicht mindestens eine dieser drei Angaben ab. Die Zeile für deine Marke steht im Beitrag über die Batteriegarantie.

Was der Gesundheitszustand einer Batterie ist, wie man ihn misst und wie sich LFP- und NMC-Zellen unterscheiden, erklärt der Reiter Batterie.

Was wir nicht wissen

Was das für einen Kauf heisst

Quellen: Haushaltstarif: ElCom-Tarifdaten 2026 über LINDAS, Profil H5. Ladepreise: Swisscharge, «Charging Prices at Swisscharge», Stand Januar 2026, abgerufen am 11.09.2026. Treibstoff: TCS, durchschnittliche Treibstoffpreise, Bleifrei 95 vom 19.09.2026. Garantiebedingungen: die Dokumente der Schweizer Importeure, abgelegt mit Adresse und Abrufdatum in batteriegarantie.json ↗. Batteriezertifikat: EnergieSchweiz, Roadmap Elektromobilität. Leitfäden für Liegenschaften: built2charge von Swiss eMobility, HEV und SVIT.

Transparenz: Die Jahresbeträge sind gerechnet und nicht erhoben, also Verbrauch mal Preis ohne Ladeverluste und ohne Startgebühren, Standzeitgebühren und Monatsgebühren. Der Schnellladepreis ist ein Median über die Netze einer einzigen Roamingkarte und nicht nach Nutzung gewichtet. Die Annahmen zu Kilometern und Verbrauch sind dieselben wie im Reiter «Gesamtkosten». Jede Zahl dieses Beitrags wird bei jedem npm test nachgerechnet und im Text gesucht, in allen vier Sprachen.

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Den Reiter «Laden» mit den Ladezahlen ansehen →

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